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BIDA – Berufliche Integration durch Begleitung in der dualen Ausbildung

BIDA – Berufliche Integration durch Begleitung in der dualen Ausbildung

Vorteile einer Zusammenarbeit mit BIDA:

  • Jemand, der dir zuhört und dich berät
  • Professionelle und vertrauliche Begleitung
  • Du entscheidest!

Kontakt

Benoit Post Tel.: +32 / (0) 472 19 34 87 E-mail schreiben

Wer sind wir?

BIDA ist ein Projekt, das an den ZAWM Eupen und Sankt Vith angesiedelt ist. Es wird durch Gelder des europäischen Sozialfonds (ESF) und durch die DG finanziert. Ab September 2018 wird BIDA II ein neues Betreuungskonzept ins Leben rufen, die Anlehre. In diesem Rahmen haben Jugendliche mit einem intensiveren Betreuungsbedarf die Möglichkeit, sich während einem Jahr auf die Lehre vorzubereiten.
BIDA hilft Lehrlingen, deren Lehrvertrag gefährdet ist oder gebrochen wurde, neue Perspektiven für die schulische und/ oder berufliche Zukunft zu finden. Die BIDA-Mitarbeiter unterstützen Dich zum Beispiel bei der Suche nach einer neuen Lehrstelle, einem neuen Beruf oder einer neuen Schule. Aber auch bei anderen Problemen und Herausforderungen versuchen wir mit Dir gemeinsam eine Lösung zu finden. Wir arbeiten vertraulich und sprechen mit Dir ab, was die Lehrer oder der Betrieb erfahren soll. Wir arbeiten auf Termin im ZAWM Eupen und im ZAWM Sankt Vith. Du kannst uns also kontaktieren und dort treffen, wo es für Dich am passendsten ist. Du darfst aber auch jederzeit spontan vorbeikommen oder anrufen.
Unser Büro in Eupen befindet sich im selben Flur wie das Lehrlingssekretariat. In Sankt Vith nutzen wir verschiedene Räume für unsere Termine, je nachdem, welcher Raum frei ist.

 

 

Zweifel an Deiner Berufswahl?

Etwa ein Viertel aller Lehrvertragsbrüche erfolgt aufgrund einer falschen Berufswahl, d.h. dass viele Lehrlinge ihre Lehre abbrechen, weil sie feststellen, dass der Lehrberuf, in dem sie die Lehre begonnen haben, nicht ihr Ding ist. Wenn dies bei Dir der Fall ist und Du den Lehrberuf wechseln möchtest, können wir Dich bei der Suche nach einer neuen Lehrstelle im gewünschten Beruf begleiten.

Wir bieten auch Berufsinteressentests an. Anschließend an die Interessentests findet immer eine persönliche Beratung für Dich statt. Es gibt keine feste Anzahl Beratungssitzungen. Wir nehmen uns so viel Zeit für Dich, wie nötig ist.

Unzufriedenheit in der Lehre?

Unzufriedenheit kann viele Gründe haben, aber jeder Grund zur Unzufriedenheit sollte ernst genommen werden. Wenn diese Unzufriedenheit häufig eintritt, können wir mit Dir nach geeigneten Lösungen suchen. Wichtig ist, dass du früh genug über deine Probleme sprichst. Manchmal ist ein Vertragsbruch die einzige Lösung, aber oftmals kann durch frühzeitiges Agieren ein Vertragsbruch vermieden werden.

Persönliche Probleme?

Wenn persönliche Probleme zu groß werden, können sie Dich davon abhalten, Dich voll und ganz auf die Lehre zu konzentrieren. Somit ist Deine Lehre gefährdet. Bei persönlichen Problemen kannst Du Dich an uns wenden. Sei es finanziell, emotional, schulisch, im Betrieb, zu Hause, oder oder oder…. wir werden Dich beraten und mit Dir nach Lösungswegen suchen. Wir kennen uns aus im sozialen Netzwerk der DG und können Dir auch andere Dienste aufzeigen, bei denen Du Hilfe bekommen kannst.

Anlehre

Im Rahmen vom Projekt BIDA II, das vom ESF genehmigt wurde, wird das ZAWM Eupen ab 1. September 2018 ein neues Betreuungskonzept ins Leben rufen, die Vorlehre. Diese ist der regulären Lehre vorgeschaltet. Jugendliche mit einem intensiveren Betreuungsbedarf erhalten hier die Möglichkeit, sich während einem Jahr im Betrieb und im ZAWM auf die Lehre vorzubereiten. Das Projekt vermittelt den An-Lehrlingen grundlegende Kernkompetenzen beruflicher, allgemeiner und berufsrelevant-sozialer Art. Ziel ist es, dass die Jugendlichen nach Beendigung der Anlehre für die reguläre Ausbildung anschlussfähig werden. In der Phase der Anlehre sind 3 Tage pro Woche im Ausbildungsbetrieb vorgesehen und 2 Tage am ZAWM für den Ausbau allgemeiner, überfachlicher und beruflich relevanter Kompetenzen. Dies ist ein doppelt so hoher schulischer Anteil wie in der regulären Ausbildung. Das theoretische Unterrichts- sowie das Betreuungskonzept orientieren sich somit an Kernkompetenzen, die für eine berufliche Ausbildung unabdingbar sind: Rechen- und Lesekompetenz, Lernmethodik und Sozialkompetenzen, wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Umgang mit Vorgesetzten und/oder Kunden/innen, berufliche Kommunikation,  Umgang mit Konflikten... etc. Mit jedem An-Lehrling wird ein individueller Förderplan entwickelt, der durch den regelmäßigen Austausch zwischen den Projektmitarbeitern und Ausbildern aus den Betrieben verfolgt wird.
Die Fördermethode wird individuell ermittelt und angewandt (Lernbüro, computergestütztes Lernen, Erlebnispädagogik, Rollenspiele, Entspannungsverfahren, Sozialkompetenz-Training, etc.). Aufbauend auf den Förderplan findet eine intensive sozialpädagogische Begleitung des An-Lehrlings im Betrieb statt, sodass die Ausbilder die nötige Unterstützung erhalten.

ZIELPUBLIKUM:
Für die Vorlehre stehen vor allem Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahre im Fokus, die nicht mehr der Vollzeitschulpflicht unterliegen und die sich bereit erklären, das Aufnahmeverfahren für die Vorlehre und die Vorlehre selber zu durchlaufen.

Zielgruppe:
- Kandidaten, die die Aufnahmeprüfung im IAWM nicht bestanden haben,
- Kandidaten, die die Aufnahmeprüfung bestanden haben und sich freiwillig für die Vorlehre entscheiden,
- Jugendliche, die im RSI oder im BS-TI im TZU eingeschrieben sind oder die sich im Time out-Projekt befinden und auf Beschluss des jeweiligen Klassenrates oder auf Empfehlung von Kaleido zur Vorlehre orientiert werden;
-Jugendliche, die im ersten Lehrjahr scheitern und einen Vertragsbruch erleiden.

Es sind 10 Betreuungsplätze/Jahr vorgesehen. Die Zulassung zu Vorlehre wird durch ein Bewerbungsverfahren bestimmt. Das Bewerbungsverfahren besteht aus folgenden Schritten:
-der interessierte Kandidat füllt ein Anmeldeformular aus. Die Anmeldeperiode läuft von Mitte Juni bis zum 1. Oktober.
-im Anschluss finden Aufnahmegespräche mit dem Jugendlichen, ggf. seinen Erziehungsberechtigten und einem Mitarbeiter vom BIDA Projekt statt. Ziel ist die Erfassung der motivationalen Grundlage des Kandidaten, seines persönlichen und schulischen Werdegangs.
-der Kandidat nimmt an der Aufnahmeprüfung vom IAWM teil, ohne diese Aufnahmeprüfung bestehen zu müssen. Die Ergebnisse der Aufnahmeprüfung werden dem Kandidaten sowie dem Projekt BIDA mitgeteilt. Aufgrund der Ergebnisse und der vorherigen Analysen wird ein Förderplan erstellt. An der Stelle können
Förderpläne, die in vorherigen Schulen erstellt worden sind, übernommen und angepasst werden.
-es wird vom Kandidaten erwartet, dass er einen Betrieb findet, der bereit ist, ihn als Vorlehrling zu übernehmen. Wenn er keinen Betrieb hat, darf er sich an das Lehrlinkssekretariat des IAWM wenden, um die notwendige Unterstützung und Informationen zu erhalten.
-BIDA erstellt einen zusammenfassenden Perspektivbericht, der dem Aufnahmeausschuss als Entscheidungsgrundlage vorgelegt wird.
Der Aufnahmeausschuss entscheidet, welcher Bewerber in die Vorlehre aufgenommen wird. Er tagt mindestens einmal im Monat während der Lehrvertragsperiode vom 1. Juli bis zum 1. Oktober 2018 einschließlich.

Kandidaten werden dem Ausschuss präsentiert, wenn die Bewerbungsakte vollständig ist. Externe Experten oder Personen der entsenden Schulen, die den Jugendlichen begleiten, können zu der Tagung des Aufnahmeausschusses als nicht stimmberechtigte externe Experten eingeladen werden. Bei einer positiven Bewertung wird die Zugangspriorität zur Vorlehre durch das Datum des Perspektivberichts bestimmt. Weitere Kandidaten werden auf einer Warteliste aufgenommen. Sie werden in die Vorlehre aufgenommen, wenn ein Platz frei wird. Der Vorlehrling und sein Ausbilder unterschreiben einen Lehrvertrag mit einer Vorlehre. Die Dauer der Vorlehre beträgt maximal ein Jahr. Im Falle einer positiven Entwicklung im Betrieb und des Bestehens der Aufnahmeprüfung des IAWM am Ende der Vorlehre geht der Lehrvertrag automatisch weiter. Wenn die Aufnahmeprüfung nicht bestanden wird, wird der Vertrag von Amts wegen gebrochen.

Es gibt eine finanzielle Entlohnung der Vorlehrlinge in einer Höhe von 232,42 Euro/Monat. (Rundschreiben DG 332). Dieser Betrag kann zum 1. Januar eines Jahres aufgrund der Indexentwicklung angepasst werden). Die Projektentwicklung sowie die zukünftige Betreuung der Vorlehrlinge basiert auf einer intensiven Vernetzung mit den bestehenden Diensten der Dualen Ausbildung und den Diensten des Netzwerkes (TZU, Time Out, Kaleido, Arbeitsamt, Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben…).

Laufzeit des Projektes ist Januar 2018 bis Dezember 2020.

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